Wie sieht das Auto der Zukunft aus?

Heute erfüllen moderne Autos mehr Komfortwünsche der Autofahrer, als noch vor zehn oder zwanzig Jahren der Fall war. Was heute als „normal“ bzw. „serienmäßig“ gilt war zu jener Zeit nur in den kreativsten Köpfen vorstellbar. Sowohl der Tempomat als auch ein Spur- oder Abstandassistent waren einst Visionen. Zurecht dürfen sich Autofahrer also fragen, wie das Auto der Zukunft aussehen wird.

Augmented Reality und komplette Vernetzung

Einige Autohersteller habe bereits erste Entwürfe und Konzepte für digitale Windschutzscheiben auf Basis der Augmented-Reality-Technologie vorgestellt. So sollen beispielsweise alle für den Fahrer wichtigen Informationen direkt auf das Sichtglas projiziert werden. Informationen zur Umgebung oder auch die klassischen Informationen des Bordcomputers sind hierbei nur zwei von schier unendlich vielen Beispielen für die Verwendung eines solchen Displays. Gleichzeitig erachten die Entwickler derartiger Systeme die Vernetzung mit sozialen Netzwerken oder anderen Online-Anwendung als wichtig, wenn es um die Steigerung des Komforts für den modernen Autofahrer geht. Es ist durchaus denkbar, dass mobile Geräte, wie zum Beispiel die iWatch oder Google Glass in diesem Zusammenhang bereit in naher Zukunft Anwendung finden.

Autonomes Fahren gilt als innovative Zukunftstechnologie

Erste Testprojekte mit selbst fahrenden Prototypen finden bereits auf der ganzen Welt statt. Hierzulande rechnen Experten mit den ersten einsatzbereiten Fahrzeugen bis zum Jahr 2030. Politiker und Verbände ermahnen jedoch dazu, etwaige gesetzliche Hürden zu beachten und „große Sorgfalt“ bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge an den Tag zu legen. Während die Hersteller in ihren Forschungszentren davon schwärmen, den Fahrer eines solchen Fahrzeugs gänzlich zu entlasten und die Reise angenehm zu gestalten, pochen andere darauf, dass der Mensch niemals die Kontrolle in vollem Umfang an die Technik abgeben darf. Sicher ist also, dass es in diesem Bereich noch jede Menge Diskussionsstoff geben wird.

Elektromobilität prägt die gesamte Branche

Energieeffiziente Technologien sind seit vielen Jahren Kernziele von Politik und Branche. Die Entwicklungen auf diesem Gebiet sind sowohl beeindruckend als auch vielversprechend. So hat sich etwa die deutsche Bundesregierung das Ziel gesteckt, bis zum Jahr 2020 nicht weniger als eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen. Damit einher gehen attraktive Subventionen für alle interessierten Autofahrer, die für die Umwelt einen wertvollen Beitrag leisten möchten.

Das Potential ist riesig

Gerade im Bereich der Vernetzung sprechen renommierte Soft- und Hardwarehersteller sowie Autohersteller zunehmend stärker eine gemeinsame Sprache. Übergreifende Komponenten und die Einbeziehung von Cloud-Lösungen lassen die Branche aufhorchen und neue Ideen entstehen. Wie das Auto der Zukunft final aussehen wird, darf sich jeder Fantast und Träumer vorstellen. Vielleicht nimmt der eine oder andere sogar schon sehr bald in einem solchen Fahrzeug Platz und überlässt dem Automobil das Fahren.

Der LKW der Zukunft: Warentransport trifft auf High-Tech

Die Digitalisierung des Straßenverkehrs hat vor allem auf LKWs gravierende Auswirkungen, sodass die Transportfahrzeuge immer mehr zu rollenden Computern werden. Die neue Technik soll dabei nicht nur die Sicherheit verbessern, sondern ebenfalls den Transport optimieren. Doch welche Innovationen sind in diesem Zusammenhang von Relevanz und wie sieht die technische Umsetzung im Detail aus?

LKW der Zukunft: Vernetzung ist das zentrale Stichwort

Die Zukunft des Transportwesens wird klar durch die Vernetzung geprägt sein. So sollen die Fahrzeuge in Zukunft wichtige Informationen bezüglich Staus, Routen und Entlademöglichkeiten über ein engmaschiges Netzwerk erhalten. Auf diese Weise lässt sich die Routenführung optimal an den Verkehr anpassen, was einen enormen Zeitgewinn zur Folge haben dürfte. Die Datenübertragung funktioniert dabei in Echtzeit, sodass Spediteure zu jeder Zeit Zugriff auf die Daten einzelner Fahrzeuge haben. Dank diesem Zugriff ist es möglich, einzelne Fahrzeuge flexibel zu disponieren, während gleichzeitig der Frachtraum optimal ausgenutzt werden kann.

Die digitale Vernetzung des Straßenverkehrs öffnet weiterhin auch dem autonomen Fahren die Türen. Statt einem menschlichen Fahrer könnte in nur wenigen Jahren der LKW selbst die Kontrolle über das Steuer erlangen. So ist die Technik für autonome Fahrzeuge schon heute verfügbar und es fehlen lediglich einheitliche, gesetzliche Regelungen zu diesem Thema. Sollten computergesteuerte Systeme in Zukunft die volle Kontrolle übernehmen, so kann das einen großen Einfluss auf die allgemeine Verkehrssicherheit haben. Ein Großteil der Unfälle mit LKWs ist nämlich auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Insbesondere Übermüdungserscheinungen oder Ablenkungen sorgen jedes Jahr für schwere Unfälle. Unglücke dieser Art könnten sich mit Hilfe des automatisierten Fahrens zuverlässig vermeiden lassen.

Teilautomation als Vorläufermodell

Da der Weg hin zur vollständigen Automatisierung des LKW-Verkehrs aktuell noch sehr weit ist, stellen teilautomatisierte Fahrzeuge derzeit die greifbarste Lösung dar. So ist es gut vorstellbar, dass in wenigen Jahren autonome Konvois auf den Autobahnen unterwegs sind. Während die Fahrt im Konvoi dabei vollautomatisch funktioniert, übernimmt der Fahrer manuell die Kontrolle, sobald er aus dem Platoon ausschert bzw. sich einem neuen Konvoi anschließen möchte. Die Steuerung sowie der Zugriff auf das Netzwerk soll dabei mit einer Bedienoberfläche passieren, die der eines Smartphones ähnelt.

Sensoren und Kameras übernehmen die Überwachung

Ermöglicht wird das automatisierte Fahren durch die Integration von Sensoren bzw. Kameras. Beispielsweise messen die Bauteile kontinuierlich den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und regulieren über Aktoren entsprechend das Gaspedal bzw. die Bremsen. Die Kameras sorgen für einen Rundumblick, mit dessen Hilfe das System den Verkehr rund um das Fahrzeug beobachten und analysieren kann. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Sensoren auch zur Eigenüberwachung technischer Bauteile verwendet werden können. Auf diese Weise wird der Zustand des LKWs ständig überwacht, sodass zum Beispiel bevorstehende Inspektionen optimal in die Tourenplanung miteinbezogen werden können.

Neben dem Verkehr und technischen Bauteilen, können Sensoren ebenfalls den Frachtraum und die Fahrerkabine überwachen. So können moderne Sensoren unter anderem registrieren, wenn sich unbefugte Personen an der Ladung zu schaffen machen. Vorfälle dieser Art können dank der Echtzeitvernetzung sofort an verantwortliche weitergeleitet werden, was die Zahl der Ladungsdiebstähle effektiv reduzieren kann. Auch das unbefugte Entwenden von Fahrzeugen, wie beispielsweise zur Durchführung eines terroristischen Anschlages, ließe sich mir der Technik unterbinden.

Auto wurde geklaut – Was ist zu tun?

Autodiebstahl! So gehen Sie effektiv und besonnen vor

Es ist wohl der Albtraum eines jeden Autobesitzers- wenn das eigene Auto gestohlen wurde, überschlagen sich die Gedanken, Schock und auch Unwissenheit macht sich breit. Was Sie tatsächlich nach einem Autodiebstahl beachten müssen und wie Sie am besten vorgehen, erfahren Sie in nachfolgendem Artikel.

Die Polizei verständigen 

Bemerken Sie den Verlust Ihres Fahrzeugs, sollten Sie zunächst versuchen, Ruhe zu bewahren. Vielleicht ist sogar ein Bekannter oder ein Familienmitglied mit Ihnen unterwegs, um Sie zu beruhigen. Als ersten Schritt ist es notwendig, bei der Polizei den Diebstahl zu melden. Dies können Sie entweder unter der Nummer der nächsten Polizeiwache tun oder auch über die 110. Damit Sie in der Aufregung nicht Ihr Autokennzeichen vergessen oder falsch durchgeben, sollten Sie Ihren Fahrzeugschein zur Hand haben. Mittels des Kennzeichens kann die Dienststelle zum Beispiel ermitteln, ob Ihr Fahrzeug abgeschleppt oder umgesetzt wurde. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie unverzüglich die nächste Polizeidienststelle aufsuchen und Strafanzeige erstatten. Für Ihre Versicherung später ist es notwendig, sich diese Erfassung der Anzeige schriftlich geben zu lassen. Auch sollten alle Fragen, die Ihnen gestellt werden, wahrheitsgemäß beantwortet werden, wie zum Beispiel der Kilometerstand oder welche Wertsachen im Auto gelegen haben. Befanden sich Kreditkarten oder EC-Karten im Fahrzeug, sollten Sie diese unter der Nummer 116 116. Diese ist Gebührenfrei. Auch Ihr Mobiltelefon sollten Sie wenn nötig, bei Ihrem Mobilfunkanbieter unverzüglich sperren lassen. Wurde Ihr Auto beispielsweise von einem Parkplatz gestohlen, machen Sie wenn möglich Fotos, die Sie bei der Polizei und später bei Ihrer Versicherung vorweisen können.

Melden Sie Ihr Auto ab 

Unverzüglich, aber allerspätestens nach 10-14 Tagen sollten Sie Ihr gestohlenes Fahrzeug bei Ihrer zuständigen Kfz-Zulassungsstelle abmelden und stilllegen lassen. Hier sollten Sie vor allem die polizeiliche Bestätigung der Diebstahlanzeige (wird auch als Diebstahlsprotokoll bezeichnet), Ihren Kfz-Brief und Ihre Zulassungsbescheinigung (Teil I und II) mitnehmen. Dieser Schritt ist wichtig, damit Sie im weiteren Verlauf keine zusätzlichen Kfz-Steuern und Versicherungsprämien zahlen müssen. Die Zulassungsbescheinigung (Teil 1) wird von der Behörde einbehalten und die Stilllegung Ihres Fahrzeugs wird quittiert. Denken Sie auch an Ihren Personalausweis und ggf. eine Vollmacht, falls das gestohlene Auto nicht Ihnen gehört, Sie es aber gefahren haben, bevor der Diebstahl begangen wurde.

Informieren Sie Ihre Bank / Ihren Arbeitgeber 

In der Aufregung kann dieser Punkt schnell vergessen werden. Sie müssen den Diebstahl Ihres Autos auch Ihrer Bank melden, bzw. der Bank, über die Sie Ihr Fahrzeug finanziert haben. Falls es ein Firmenfahrzeug war, welches entwendet wurde, müssen Sie natürlich auch Ihrem Arbeitgeber Bescheid geben.

Den Diebstahl bei Ihrer Versicherung melden

Sind die vorherigen Schritte alle ausgeführt worden, müssen Sie den Diebstahl bei Ihrer (Teil)Kaskoversicherung melden. Beachten Sie hier unbedingt den Zeitrahmen von einer Woche, der Ihnen nur bleibt, um den Diebstahl zu melden. Dieses geschieht selbstverständlich schriftlich. Sie müssen Ihrer Versicherung folgende Dokumente in Originalausführung zusenden: den Kfz-Brief (Zulassungsbescheinigung Teil II), das Diebstahlprotokoll der Polizei und die Abmeldebestätigung der Kfz-Zulassungsstelle. Ebenso werden Rechnungen über etwaige Reparaturen am Auto oder Zubehör, sowie die Kaufrechnung des Autos, Fotos des Wagens hinzugefügt, falls diese Dokumente vorhanden sind. Fertigen Sie sich, bevor Sie die Dokumente im Original losschicken unbedingt Kopien an. Mit in den Umschlag für die Versicherung gehören ebenfalls alle vorhandenen Autoschlüssel des entwendeten Fahrzeugs. Schicken Sie alle Dokumente am besten per Einschreiben, bzw. Rückschreiben an Ihre Versicherung und halten Sie sich genau an deren Anweisungen.

Dies sollten Sie in Bezug auf Ihre Versicherung außerdem beachten 

Beachten Sie zunächst noch einmal, dass Sie lediglich eine Woche Zeit haben, um den Diebstahl Ihrer Versicherung zu melden. Zudem gilt die Frist von einem Monat: sollte in dieser Zeit Ihr Auto nicht wieder auftauchen, zahlt die Versicherung in der Regel einen „Wiederbeschaffungswert“ an Sie aus. Ein Sachverständiger der Versicherung ermittelt diesen Wert. Ist das Auto jünger als 18 Monate und wurde von Ihnen als Neuwagen bei einem Händler gekauft, erhalten Sie möglicherweise den kompletten Kaufpreis zurück. Taucht Ihr Fahrzeug allerdings innerhalb des Monats wieder auf, müssen Sie es zurücknehmen. Bei Schäden am Fahrzeug, die durch den Diebstahl entstanden sind, springt dann die Teilkaskoversicherung ein und bezahlt den Schaden. Ist das Auto hingegen komplett zerstört (Totalschaden) wird nur ein Wiederbeschaffungsaufwand gezahlt. Dies ist die Summe, die sich aus dem Wiederbeschaffungswert minus des Restwertes Ihres Fahrzeugs ergibt. In bestimmten Fällen zahlt Ihre Versicherung auch gar nichts. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie falsche Angaben gemacht haben (den Fragebogen Ihrer Versicherung falsch/fehlerhaft ausfüllen), selbst an dem Diebstahl beteiligt waren oder grob fahrlässig gehandelt haben. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn Sie Ihr Auto zum Beispiel offen oder mit eingestecktem Schlüssel zurückgelassen haben.

Wenn Sie nach einem Autodiebstahl geordnet und besonnen vorgehen, erspart Ihnen dies nicht nur eine Menge Nerven, sondern unter Umständen auch bares Geld.

So schützen Sie sich effektiv vor Autodiebstahl

 

Rund 18.227 gestohlene Fahrzeuge wurden im Jahr 2016 registriert. Damit sich Ihr Fahrzeug nicht in dieser Statistik wieder findet, wollten Sie es ausreichend schützen, um Langfingern zuvor zu kommen. Welche Tipps und Maßnahmen es gibt, um sich gegen Autodiebstahl zu schützen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Einfache Arten von Diebstahlschutz

Bevor Sie nun losgehen und Ihren Wagen zu einer Festung umbauen, gibt es zunächst kostengünstige und sehr einfache Möglichkeiten, Diebe von Ihrem Auto fern zu halten. Darüber hinaus sollten Sie sich bewusst machen, dass nicht jede Art von Auto direkt gestohlen wird. Statistisch gesehen sind vor allem Geländewagen und Autos der Oberklasse interessantes Diebesgut. Ebenso kann die Wohngegend und/oder das Bundesland entscheidend sein, denn nicht überall werden gleich viele Fahrzeuge gestohlen. Zunächst sollten Sie daran denken, dass Langfinger äußerst ungern Autos stehlen, an denen sie lange herumhantieren müssen. Schließlich spielt der Zeitfaktor eine große Rolle- je länger der Dieb benötigt, sich Zugang zum Auto zu verschaffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er entdeckt oder bemerkt wird. Ein paar einfache Maßnahmen können bereits vor einem Diebstahl schützen: so sollten Sie nach Möglichkeit Ihr Auto in der Garage parken- ein Auto, welches Diebe nicht sehen, kann auch nicht gestohlen werden. Ist keine Garage vorhanden, parken Sie Ihr Fahrzeug möglichst an einem beleuchteten und belebten Ort- nicht in dunklen Seitenstraßen oder Gassen. In der Öffentlichkeit haben Diebe es in der Regel schwer. Auch bei kurzen Zeiten, in denen Sie das Auto verlassen (wie etwa beim Tanken), sollten Sie immer Ihr Auto abschließen und die Fenster nach oben fahren. Lassen Sie den Schlüssel nicht im Zündschloss stecken und bewahren Sie auch keinen Zweitschlüssel im Wagen auf. Wird Ihr Wagen gestohlen, kann die Versicherung Ihnen die Schadenszahlung verweigern, weil Sie grob fahrlässig gehandelt haben. Bei einem Cabrio sollten Sie zudem das Verdeck schließen, um Dieben nicht eine extra Einladung zu bieten.

„Locken“ Sie Diebe nicht! 

Neben diesen ersten Maßnahmen, die einen Diebstahl verhindern können, sollten Sie Diebe erst gar nicht in Versuchung führen, Ihr Fahrzeug zu stehlen. Dazu gehört auch, dass Sie Wertsachen nicht im Auto lassen sollten. Nehmen Sie auch bei kurzen Ausflügen Ihre Wertsachen (Handy, Portmonee, Kamera, Autoschlüssel, Haustürschlüssel) mit in Ihrer Tasche mit. Verstecken Sie Wertsachen auch nicht im Kofferraum!

Mechanische Sicherungen 

Möchten Sie einen zusätzlichen Schutz, der Diebe davon abhalten soll, Ihren Wagen zu stehlen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Auto dahingehend aufzurüsten. So wie etwa mechanische Sicherungen. Darunter fällt zum Beispiel eine Gangschaltungssperre, die fest im Auto montiert wird. Sie blockiert den Schalthebel und bietet Dieben keine Gelegenheit, Ihr Auto zu entwenden. Auch ein Felgenschloss zählt zu den mechanischen Sicherungen und wird, wie der Name schon sagt, an der Felge Ihres Wagens angebracht. Extra feste und stabile Radsicherungsmuttern sorgen dafür, dass Langfinger Ihre Räder nicht stehlen können. Eine weitere Möglichkeit bietet die so genannte Lenkradsperre. Sie verhindert, dass ein Dieb Ihr Auto vernünftig lenken kann. Erst mit dem Benutzen/Einstecken Ihres Autoschlüssels wird die Lenkradsperre deaktiviert, so dass Sie Ihr Auto ganz normal benutzen können. Möchten Sie verreisen, kann eine Parkkralle wahre Wunder gegen Autodiebstahl wirken. Dabei wird die Parkkralle am Vorderrad angeschlossen. Dabei handelt es sich um einen äußerst massiven und stabilen Stahlbügel. Zudem können Sie auch Ihre Schlösser, beispielsweise die des Kofferraums oder der Autotüren zusätzlich sichern, etwa mit elektrischen oder Bolzenriegelschlössern. Diese Schlösser haben verlängerte Bolzen und lassen sich von Dieben schwerer knacken.

Elektronische Sicherungen für Ihr Fahrzeug

Im Bereich der elektronischen Sicherungen bieten sich Ihnen ebenfalls einige Möglichkeiten, um Langfinger in die Flucht zu schlagen und sie vom Diebstahl Ihres Wagens abzuhalten. So melden etwa Diebstahlwarnanlagen, wenn unbefugte Personen die Türen oder Fenster Ihres Fahrzeugs öffnen. Oftmals kann diese Alarmanlage auch mit einer Innenraumüberwachung kombiniert werden. Eine Neigungsüberwachung ist ebenfalls eine nützliche Zusatzoption: hierbei wird überwacht, ob Ihr Auto beispielsweise unerlaubt auf einen Laster geladen wird. Ortungssysteme im Fahrzeug eignen sich nicht unmittelbar als Diebstahlschutz, jedoch als sinnvolles Hilfsmittel, wenn Ihr Auto gestohlen wurde. In etlichen Modellen und je nach Hersteller ist sogar eine Live-Ortung möglich.

Seien Sie aufmerksam 

Diebe gehen heutzutage immer gerissener vor und operieren zum Teil in wahren Banden, die über modernes Equipment verfügen, um technische Sicherungen bei Autos zu überlisten. So ist es immer eine Art „Wettrüsten“ zwischen Herstellern und Dieben. Behalten Sie darum nicht nur Ihr Auto, sondern auch Ihre unmittelbare Umgebung im Auge. So rät beispielsweise die Polizei, besonders aufmerksam zu sein, wenn Personen auffallend „die Straße entlangstreichen“ und die Nachbarschaft auskundschaften. Ihre Alarmglocken sollten gerade dann schrillen, wenn fremde Personen Fotos von Ihrem Auto/dem Auto Ihrer Nachbarn schießen. Hier sollten Sie keineswegs zögern und Ihre Beobachtung der Polizei melden. Höchstwahrscheinlich spionieren Autobanden die Gegend nach potentiellem Diebesgut aus.

Augen auf beim Autoverkauf 

Auch hier wittern Diebe ihre Chance. Achten Sie darauf, dass Sie beim Verkauf Ihres Autos den potentiellen Käufer bei seiner Probefahrt begleiten. Andernfalls könnte er mit Ihrem Fahrzeug türmen. Achten Sie zudem darauf, dass Sie nach der Probefahrt die originalen Schlüssel zurück erhalten. Hier versuchen Diebe ebenfalls zu tricksen, um Alarmsysteme etc. zu überlisten und mit dem originalen Schlüssel das Auto später zu stehlen.

Zahlt Versicherung für im Auto befindliche Gegenstände bei Autodiebstahl?

Wenn es um Versicherungen geht gibt es viele Klauseln und Fragezeichen. Wenn Ihr Auto gestohlen wurde und sich im Auto private Gegenstände befunden haben ist es nicht immer der Fall, dass diese Fahrzeuge auch versichert sind und Ihnen erstattet werden müssen. Viele verschiedene Faktoren spielen dabei eine grundlegende Rolle.

Hausratversicherung

Wenn Sie Gegenstände wie beispielsweise einen Laptop oder einen anderen wertvollen Gegenstand im Auto hatten sollten Sie Ihre Hausratversicherung kontaktieren. Ist das Fahrzeug verschlossen gewesen und Sie nachfolgend nachweisen können, dass das Fahrzeug mit der Hilfe von Werkzeug aufgebrochen wurde können Sie die entwendeten Gegenstände geltend machen. Die Versicherung zahlt Ihren entstandenen Schaden allerdings nicht, wenn Sie das Fahrzeug nicht verschlossen haben oder gar der Schlüssel noch im Zündschloss gesteckt hat. Sie sind demnach in der Beweispflicht und sollten sich zur Not einen Gutachter zur Seite ziehen. Ein Gutachter kann Ihnen beglaubigen, dass das Fahrzeug aufgebrochen wurde und Sie nicht fahrlässig gehandelt haben.

Nachtzeitklausel als Ausnahme

Natürlich gibt es bei der Hausratversicherung, wie bei jeder anderen Versicherung auch, Ausnahmen. Wenn Ihr Fahrzeug tagsüber geklaut worden ist und Sie Ihrer Beweispflicht nachkommen können Sie die Entschädigung über die Versicherung geltend machen. Anders verhält es sich wenn Ihr Fahrzeug in der Nacht geklaut wird. Es gibt eine gewisse Nachtzeitklausel, die in Hausratversicherungen verankert ist. Wenn Ihr Fahrzeug in der Nacht aufgebrochen wird haben Sie keinerlei Anspruch auf Entschädigung der entwendeten Gegenstände. Die Gegenstände in der Nacht im Auto zu verwahren wird in diesem Fall als grobe Fahrlässigkeit gehandelt und nicht von Ihrer Versicherung abgedeckt.

Kaskoversicherung zahlt für Zubehör

Neben der Hausratversicherung können Sie auch Ansprüche bei der Kaskoversicherung geltend machen. Neben dem Fahrzeugwert haben Sie auch Anspruch auf Entschädigung über die Versicherung, was Ihr Zubehör angeht. Zum Zubehör gehören beispielsweise das Bordwerkzeug, das Ersatzrad, Warndreieck und sonstiges Zubehör, dass Sie für die Fahrt mit dem PKW benötigen. Anders verhält es sich für private Gegenstände wie Klamotten, CD oder Ähnlichem.

Der GPS-Tracker im Auto – Gut verborgene Falle für Autodiebe

Die Anzahl der gemeldeten Autodiebstähle steigt in Deutschland. Ein Wandel in der Automobilbranche lässt vor allem Autos der Mittelklasse zum Ziel dieser Straftat werden. Unter den zahlreichen Gegenmaßnahmen ist der GPS-Tracker der vermutlich effektivste Schutz gegen Diebstahl. Doch der GPS-Tracker muss gut versteckt werden, damit er Dieben nicht auffällt.

Der GPS-Tracker im Auto – Weshalb nun auch Mittelklassewägen verstärkt gestohlen werden
Es bedarf keines teuren Autos, um in das Visier von Autodieben zu fallen. Durch immer raffiniertere Schutzmaßnahmen, die mittlerweile standardmäßig in Autos der Oberklasse verbaut sind, rücken vor allem Wagen der Mittelklasse verstärkt in den Fokus von Delinquenten. Insbesondere in Ballungsgebieten ist der Autodiebstahl nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem, gegen das sich jeder Autobesitzer schützen sollte. Denn: Sollte es zum Diebstahl kommen, dauert es nur wenige Tage, bis das Auto ausgeschlachtet oder überführt worden ist. An ein Auffinden ist, durch lange Ermittlungszeiten, so oft nicht zu denken.

DER GPS-Tracker im Auto – Die sechs besten Verstecke für die Installation
GPS-Tracker sind die maßgeschneiderte Antwort auf dieses wachsende Problem. Mehr noch als herkömmliche Schutzmaßnahmen, punktet der GPS-Tracker vor allem durch seine unauffällige Natur. Während es für Erschütterungssensoren und Lenkradschlösser zahlreiche Umgehungsmethoden gibt, fällt ein gut versteckter GPS-Tracker gar nicht erst auf und überführt Diebe so zügig und lautlos. Das ist mittlerweile natürlich auch den Autodieben bekannt, weswegen ein unauffälliges Versteck für die Antenne des GPS-Trackers ausschlaggebend ist. Damit Sie keine bösen Überraschungen erleben, finden Sie hier eine Auflistung der besten Verstecke für GPS-Tracker im Auto:

– Der Radioschacht:
Lange sind die Zeiten vorbei, in denen Autos hauptsächlich wegen des Autoradios aufgebrochen wurden. Entsprechend attraktiv ist das Verstecken des GPS-Trackers im Radioschacht. Eine Installation ist dabei nicht aufwändiger als die Montage des Radios. Durch die kompakte Form der Sendeeinheit kann das Radio danach einfach wieder eingebaut werden, ohne verdächtig vorzustehen.

– Im Fußraum des Beifahrers unterhalb des Handschuhfachs:
Die Sicherungen der meisten Autos liegen unterhalb des Armaturenbretts der Fahrerseite. Unter dem Handschuhfach des Beifahrers ist zumeist jedoch nichts, was für einen Autodieb von Interesse wäre. Ein optimales Versteck für den Sender.

– In der Aussparung des Ersatzreifens im Kofferraum:
Insbesondere, wenn die Klappe des Behältnisses des Ersatzreifens einige Zentimeter mehr Platz lässt, kann man die kleine Sendeinheit hier adäquat verbergen. Auch hinter der Felge des Ersatzreifens findet sich oftmals ausreichend Raum.

– Im Motorraum:
Achtung! Nur Sendeantennen mit hoher Leistung lassen sich im Motorraum verbergen. Generell gilt, dass einschließendes Metall den Empfang stark beeinträchtigt. Jedoch gibt es Modelle, die auch für eine Installation unter der Motorhaube geeignet sind. Hier muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Sendeeinheit nicht in Kontakt mit sich erhitzenden Bauteilen kommt.

– Unter der Rückbank:
Da die Rückbank sich weder vor- noch zurückschieben lässt, finden Finger ihren Weg nur selten darunter. Ein guter Grund, hier den Sender des GPS-Trackers zu verbergen.

– Unter den Armaturen:
Wenn Sie etwas mehr Aufwand betreiben wollen, um Ihr Auto zu schützen, kommt eine Installation des Senders unter den Armaturen in Frage. Leider ist das Abnehmen der Plastikverkleidung oft nicht ganz einfach und bedarf des Einsatzes von Fachkräften. Hier können Sie sich jedoch sicher sein, dass der GPS-Tracker nicht auffindbar ist.

Auto gestohlen – welche Versicherung muss zahlen?

Durchschnittlich wird in Deutschland ungefähr alle 15 Minuten ein Auto gestohlen. Obwohl die Zahlen seit Jahren auf einem niedrigen Niveau nahezu stagnieren, ist das für einen Betroffenen kein Trost. Den bietet da schon eher die Versicherung – wenn sie zahlt. Das ist glücklicherweise in den meisten Fällen die Regel, allerdings gibt es auch einige Ausnahmen.

Diebstahlschutz ist Bestandteil von Teil- und Vollkasko

Besitzt das Opfer nur den gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungsschutz für eine Haftpflicht, trägt es leider das Risiko eines Diebstahls selbst. Dieser wird von dem Grundschutz bis auf wenige Ausnahmen nicht erfasst. Anders sieht es bei einer Teil- oder Vollkaskoversicherung aus, die nahezu immer Diebstahl und Raub mit einschließt. Um seinen Anspruch rechtssicher geltend zu machen, müssen allerdings einige Fristen eingehalten werden. Zunächst einmal ist der Besitzer verpflichtet, unverzüglich nach dem Entdecken eines Diebstahls eine Strafanzeige bei der Polizei zu stellen. Empfehlenswert ist ebenfalls, möglichst unverzüglich die Zulassungsbehörde zu informieren und das Auto stilllegen zu lassen. Außerdem muss der Halter selbst den Diebstahl natürlich seiner Versicherung melden. Dafür gilt eine Frist von einer Woche. Besser ist es jedoch, dies sofort zu tun, da manche Versicherer bei langer Wartezeit einen Scheindiebstahl unterstellen und die Auszahlung dadurch verzögern.

Versicherung zahlt den Wiederbeschaffungswert

Nachdem die Versicherung durch Vorlage der Schadensanzeige offiziell informiert wurde, hat sie einen Monat Zeit, um die Ansprüche zu prüfen. Findet die Polizei innerhalb dieser Zeit das Auto, muss es der Besitzer zurücknehmen. Für einen Unfall mit einem gestohlenen Fahrzeug haftet der Halter nicht. In den Gesetzen ist klar geregelt, dass ihn bei einer Nutzung ohne sein Wissen oder seine Zustimmung keine Schuld trifft. Entstandene Schäden übernimmt die Versicherung, ohne dass davon die Schadensfreiheit betroffen ist. Bleibt ein Auto verschwunden, erhält der Besitzer den Wiederbeschaffungswert. Er errechnet sich nach dem Alter und der Kilometerzahl. Im Zweifelsfall legt ein Sachverständiger den aktuellen Zeitwert fest. Von diesem wird noch die Selbstbeteiligung abgezogen. Fehlen lediglich Teile, zahlt die Teilkasko auch hier den Wiederbeschaffungswert. Das gilt allerdings nur für Komponenten des Autos – für Zubehör wie den Verbandskasten oder Gegenstände im Fahrzeug ist die Hausratversicherung zuständig. Handelt es sich bei dem gestohlenen Auto um einen Neuwagen, der weniger als 12 Monate alt ist, greift – sofern vorhanden – die Neuwertentschädigungsklausel. In diesem Fall erstattet der Versicherer den vollen Kaufpreis, sofern der Geschädigte sich wieder einen Neuwagen zulegt.

Ausnahmen bestehen bei grober Fahrlässigkeit und Unterschlagung

Kann die Versicherung dem Halter grobe Fahrlässigkeit nachweisen, muss sie den Schaden nicht regulieren. Dazu gehört etwa ein unverschlossenes Fahrzeug, bei dem der Schlüssel sichtbar im Innenraum liegt. Es kann aber auch grob fahrlässig sein, wenn dem Besitzer etwa eine Tasche mit Autoschlüssel und Papieren gestohlen wird, die auf seinen Wohnort verweisen. Parkt er anschließend direkt vor seinem Haus, kann eine Versicherung dies entsprechend werten. Es reicht jedoch aus, das Auto wenige hundert Meter weiter oder um die Ecke abzustellen. Will jemand sein Auto verkaufen und lässt einen potentiellen Käufer alleine eine Probefahrt machen, handelt es sich um eine Unterschlagung. Auch hier geht der Geschädigte leer aus. Das gilt nicht mehr, falls er selbst im Fahrzeug sitzt und zum Aussteigen gezwungen wird. In diesem Fall handelt es sich um einen Raub, der wieder von der Kaskoversicherung gedeckt ist.

Satellitengestützte Navigation – so funktioniert GPS

Ein Global Positioning System (GPS) ist ein satellitengestütztes Navigationssystem. Es besteht aus mindestens 24 GPS-Satelliten, die sich auf einer kreisförmigen Bahn im mittleren Erdorbit – d. h., in einem ungefähren Abstand von 20.000 bis 27.000 km zur Erde – befinden. Somit ist sichergestellt, dass sich im Empfangsbereich eines GPS-Empfängers immer mindestens vier Satelliten im Signalweg befinden. Und zwar zu jeder Zeit und auf jedem Ort der Erde.

Historie

Das klassische GPS wurde auf Veranlassung der Regierung der Vereinigten Staaten 1973 projektiert. Das US-Verteidigungsministerium entwickelte das System. 1983 wurde das GPS auch für die zivile Nutzung zur Verfügung gestellt – Motiv hierfür war der Abschuss einer Zivilmaschine über sowjetischem Luftraum. Seit dem Jahre 2000 wurde die künstlich herbeigeführte Signalverschlechterung aufgegeben. Daneben ist es der US-Regierung möglich, den Zugang zum System selektiv verweigern. Zur Verminderung von Abhängigkeiten wurden zuvor vergleichbare Systeme von China (BeiDou-2), Europa (Galileo) und Russland (GLONASS) entwickelt. Mittlerweile ist es üblich, alle diese satellitengestützten Navigationssysteme als GPS zu bezeichnen.

Begriffsbestimmungen

Position: Die aktuellen Koordinaten lassen sich als Längen- und Breitengrad im GPS-Gerät abspeichern.

Wegepunkt: Die so abgespeicherten Koordinaten stellen einen Wegepunkt dar. Ebenso lassen sich weitere Wegepunkte über eine manuelle Eingabe am Gerät festlegen.

Route: Die Verbindung von Wegepunkt zu einem weiteren oder mehreren Wegepunkten bildet eine Route und stellt eine informationstechnische Verarbeitung dar.

Tracklog: Der Tracklog stellt eine automatische Speicherung aktueller Positionen in systematischen Zeitabständen dar. Mithin wird ein zurückgelegter Weg automatisch protokolliert.

Details

Die GPS-Satelliten umkreisen in einer präzisen Umlaufbahn zweimal am Tag die Erde. Dabei sendet jeder Satellit ein eindeutiges Signal mit seinen Orbitalparametern. Um dies mit der notwendigen Präzision zu ermöglichen, sind die Satelliten mit Atomuhren ausgestattet. Ein GPS-Empfänger ist damit in der Lage, dieses Signal zu decodieren und damit die genaue Lage des Signal gebenden Satelliten zu berechnen. Dies geschieht über das Verfahren der Trilateration, die auf Entfernungs- und Abstandsmessungen zu drei Punkten beruht. Hierzu misst der GPS-Empfänger die Entfernung zu jedem dieser Satelliten, um die Zeitspanne zu bestimmen, die benötigt wird, um ein übertragenes Signal zu empfangen. Mit Abstandsmessungen von einigen wenigen Satelliten kann der Empfänger die Position eines Benutzers bestimmen und elektronisch – etwa über einen eingebauten Monitor – anzeigen. Zur Berechnung einer 2-D-Position (resultierend aus Breiten- und Längengrad) und damit des Tracklogs muss ein GPS-Empfänger mit dem Signal von mindestens drei Satelliten in Verbindung stehen. Mit vier oder mehr Satelliten kann der Empfänger einer 3-D-Position (Breitengrad, Längengrad und Höhe) bestimmen. Im Allgemeinen wird ein GPS-Empfänger die Signale von acht oder auch mehr Satelliten auffangen; dies hängt aber ab von der Tageszeit ab und wo auf der Erde Sie sich befinden. An den Polen ist die Situation am ungünstigsten. Übrigens: ohne Einstein kein GPS. Da die GPS-Satelliten sich mit knapp 14.000 Kilometer pro Stunde um die Erde bewegen – mithin also mit relativistisch relevanten Geschwindigkeiten – und sich darüber hinaus aufgrund des entsprechenden Abstandes zur Erde einem schwächeren Einfluss der Gravitation unterliegen, würde die mangelnde Berücksichtigung der einsteinschen Relativitätstheorie in der automatischen Ausgleichsrechnung der Atomuhren zu einem Fehler von elf Kilometern pro Tag führen.

Die Geschichte des GPS

Damals war es eine Herausforderung für die Technik, heute ist es kaum noch aus dem Alltag wegzudenken – Das GPS-Satellitensystem. Über zwanzig Jahre hat es seit 1973 gedauert, bis das System betriebsbereit war, letztendlich entwickelte das US-Verteidigungsministerium jedoch das erste funktionsfähige „Global Navigation Satellite System“, das GPS. Heute ist es auch für Privatpersonen kein Problem mehr, GPS zu nutzen, betrieben wird das Ortungssystem aber immer noch von der US Air Force.

Das GPS in den Babyschuhen

1978 wurden erstmals GPS-Satelliten in ihre Umlaufbahn, 20.000 Kilometer im All, geschickt. Einige Jahre später, im Jahr 1989 installierte man die zweite Generation der Satelliten, die sogenannten „Block-II-Satelliten“ und löste die Vorgängergeneration Stück für Stück mit diesen ab.

Doch der Austausch sollte nicht die einzige Neuerung in den 1980ern sein. Ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des GPS bildet der Abschuss der Korean Airlines Flight 007, einer koreanische Linienmaschine im Jahre 1983. Die Maschine war vom Kurs abgekommen und in sowjetischen Luftraum geflogen, dort wurde sie von sowjetischen Abfangjägern abgeschossen. Für den damaligen US-Präsidenten Reagan stand nach dieser Tragödie fest, dass das GPS-System auch für die zivile Nutzung bestimmt sein solle, sobald es fertiggestellt sei.

1994 war es dann soweit – Die Fertigstellung des GPS steckte in den letzten Vorbereitungen. Mittlerweile hatten die Block-II-Satelliten die Satellitenkonstellation im All vervollständigt, so dass 1995 dann endlich die volle Betriebsbereitschaft durch das US-Verkehrsministerium bekannt gegeben wurde. Doch auch, wenn die Zivilisation nun in der Lage war, ebenfalls GPS zu nutzen, mussten sie Abstriche machen. Der Empfang wurde künstlich verschlechtert, so dass Privatpersonen lediglich die Möglichkeit hatten, Positionen mit einer Genauigkeit von rund 100 Metern zu bestimmen. Diese künstliche Verschlechterung, die sogenannte „Selective Availability“, wurde im Jahr 2000 dann komplett abgeschaltet, seitdem können auch private GPS-Nutzer Standorte mit einem Radius von 10 Metern orten.

GPS heute

Im Mai 2017 wird ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des GPS gelegt – Die bereits getauschten Block-II-Satelliten werden -etwas verzögert- von der nächsten Generation, den Block-III-Satelliten, abgelöst. Anfang 2016 noch waren insgesamt 30 funktionsfähige Geräte in der Umlaufbahn unterwegs, die erste Generation der Satelliten muss aber nach 7,5 Jahren, die zweite Generation nach 12 Jahren ausgetauscht werden. Die Modelle werden ununterbrochen weiterentwickelt, stückweise jedoch durch aktuellere, moderne GPS-Satelliten ausgetauscht, in diesem Falle von den Block-III-Satelliten.

Durch Fortschritte in der Technik und stetiger Forschung wurde das GPS-Netz in den vergangenen Jahren enorm verfeinert und verbessert, so dass es heutzutage weitaus mehr als die einfache Ortungstechnik zu bieten hat. Das sogenannte A-GPS beispielsweise ermöglicht eine schnellere Ortung mit GPS per Mobilfunk. So verbindet das A-GPS die Positionsbestimmung mit „Assistenzinformationen“, die per Mobilfunknetz gesendet werden. Was erstmal kompliziert klingt, bedeutet auf den Alltag bezogen die tägliche Handynavigation, beispielsweise in Städten oder während längerer Autofahrten. Mit GPS gearbeitet wird unter anderem aber auch bei ortsabhängiger Werbung, Apps zum Leute treffen oder den Standortbestimmungen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Snapchat etc.